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DIY mit Homepage-Baukasten: Vor- und Nachteile

Homepage-Baukasten

Webseite? Ja, auf jeden Fall! – Aber wie? Diese Frage stellt sich jeder zukunftsorientierte Unternehmer früher oder später. Schon vor mehr als 10 Jahren wurde das Prinzip des sogenannten Homepage-Baukastens entwickelt, um Technik-Laien dabei zu unterstützen, eine eigene Homepage ins Netz zu bringen. Doch was taugen diese Systeme eigentlich? Kann man mit einem Homepage-Baukasten eine professionelle Business-Website erstellen?

Eine eigene Website ist für Jungunternehmer genauso wichtig wie für etablierte Firmen. Ob Werkstatt und Fleischer aus der Nachbarschaft oder große Media-Agentur – Kunden erwarten heute eine ansprechende Internetpräsentation mit Informationen zu Leistungen, Angeboten und Erreichbarkeit des Unternehmens.

Unternehmen tendieren zu Homepage vom Profi

Statistik_KMU_Erstellung-WesbeiteDie Mehrheit der Klein- und mittelständischen Unternehmen (KMUs) überlässt die Erstellung ihrer Unternehmenshomepage lieber professionellen Dienstleistern, anstatt selbst Hand anzulegen, wie eine Umfrage von statista.com ergab. Im Anschluss wird oft ein Pflege-Vertrag vereinbart. Dabei lassen sich die Investitionskosten ganz einfach senken: Besonders preisgünstig ist es, eine kostenlose Webseite über benutzerfreundliche Content-Management-Systeme (CMS) wie WordPress selbst einzurichten und nur den Pflege-Service vom Experten in Anspruch zu nehmen. Spezialisierte Agenturen, wie Web-Pflege aus Leipzig, bieten eine große Auswahl an individuellen Web-Pflege-Leistungen und zeichnen sich besonders durch eine persönliche Kundenbetreuung aus. Alternativ zum CMS können für die Do-it-yourself-Erstellung Homepage-Baukästen verwendet werden – ihre Tauglichkeit für einen professionellen Webauftritt ist jedoch fraglich.

 

Homepage-Baukasten: Vorteile

Der größte Vorteil von Homepage-Baukästen liegt zweifellos in ihrer Einfachheit. Ohne jegliche IT-Kenntnisse basteln sich Firmen dank fertiger Design-Vorlagen mit wenigen Klicks eine eigene Webpräsenz. Selbst branchenspezifische Layouts und Features sind möglich. Eine Installation ist nicht notwendig, da der Homepage-Baukasten über den Browser verwaltet wird. Gehostet werden die Webseiten der Nutzer zumeist auf dem Webserver des Anbieters. Automatische Updates gewährleisten die Funktionsfähigkeit und Sicherheit des Baukastens. Über einen WYSIWYG-Editor („What you see is what you get“), der Dokumente bei der Bearbeitung so anzeigt, wie sie später im Browser ausgegeben werden, erfolgen der Aufbau und die Anpassung der Homepage. Hier kann der Homepage-Betreiber einige Gestaltungselemente verändern und aus verschiedenen Varianten der Farbgebung auswählen sowie eigene Logos und Bilder hochladen.

Je nach Anbieter ist der Basis-Homepage-Baukasten zumeist kostenlos oder zumindest relativ günstig. Die meisten Betreiber bieten zusätzlich verschiedene Pakete mit größerem Leistungsumfang für eine monatliche Gebühr an, die beispielsweise die Integration von Social Media-Buttons oder die Optimierung für Suchmaschinen ermöglichen. Doch mit den erweiterten Funktionen wächst auch die Herausforderung für den Laien. Wofür brauche ich eine SEO-Option, wenn ich gar nicht weiß, wie ich sie gewinnbringend einsetze?

 

Nachteil: Fehlende Individualisierbarkeit

1&1Immer wieder nehmen Online-Ratgeberseiten verschiedene Homepage-Baukästen im Test auseinander und kommen zu dem Urteil, dass die Angebote von 1&1, Jimdo und Co für eine einfache Homepage völlig ausreichen. Doch eine Webseite sollte das individuelle Corporate Design und die Unternehmensphilosophie widerspiegeln, um in der Vielzahl an Business-Webseiten wettbewerbsfähig zu bleiben. Nur das Firmenlogo im Kopfbereich der Internetseite einzubauen, ist oft zu wenig.

In diesem Zusammenhang ist der größte Vorteil des Homepage-Baukastens gleichzeitig sein größter Nachteil: Aufgrund ihrer Simplizität können die Systeme eine dynamische Website mit maximaler Flexibilität nicht leisten. Gebührenpflichtige Upgrades um individuelle Designvorlagen hochzuladen, sind da nur bedingt hilfreich. Die entsprechenden Templates muss der Laie vom Webdesigner bauen lassen. Treten dann Probleme mit dem eingespielten Layout auf, ist der ungeübte Webseiteninhaber meist ziemlich ratlos.

 

Fazit: Homepage-Baukasten oft nicht ausreichend

Wer eine individuelle, kundenfreundliche Internetseite erstellen möchte, kommt um die Unterstützung vom Profi wohl kaum herum. Homepage-Baukästen können einen Fachmann keinesfalls ersetzen.

 

Bildreferenzen:
Bild 1: © Galymzhan Abdugalimov/unsplash.com
Bild 2: © Screenshot Statista/de.statista.com
Bild 3: © Screenshot 1&1MyWebsite/1und1.de